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Arbeitslosigkeit in Kiel - Zahlen und Entwicklung

Wie viele Menschen in Kiel arbeitslos gemeldet sind, zählt die Bundesagentur für Arbeit jeden Monat. Hier stehen die Zahlen für September 2026, die Entwicklung seit 1991 und ein Blick auf Stadtteile und Branchen.

Stand der Angaben: September 2026 für die Monatszahlen, 2025 für die Jahreswerte, Juni 2026 für die Stadtteile, Quellen am Ende des Artikels.

Arbeitslosigkeit in Kiel im September 2026

In der kreisfreien Stadt Kiel waren im September 2026 11.581 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag bei 8,0 Prozent, genau wie im September 2025. Die Zahl der Arbeitslosen lag um 27 höher als ein Jahr zuvor und um 452 niedriger als im August 2026.

Zum Vergleich: Schleswig-Holstein kam im selben Monat auf 5,7 Prozent, Deutschland auf 6,4 Prozent. Unter den vier kreisfreien Städten des Landes hatte Kiel die niedrigste Quote. Lübeck und Flensburg lagen bei 8,1 Prozent, Neumünster bei 8,4 Prozent.

Von den Arbeitslosen waren 6.556 Männer und 5.025 Frauen, 3.592 waren 50 Jahre oder älter. Der Agentur für Arbeit waren 2.736 Arbeitsstellen gemeldet, 155 mehr als ein Jahr zuvor.

Achte beim Vergleichen auf das Gebiet. Die Agentur für Arbeit Kiel ist auch für den Kreis Plön zuständig und nennt für ihren ganzen Bezirk 14.456 Arbeitslose und eine Quote von 6,8 Prozent.

Entwicklung seit 1991

Die Stadt Kiel führt die Jahresdurchschnitte seit 1991. Die meisten Arbeitslosen der Reihe gab es 2005: 19.803 bei einer Quote von 16,9 Prozent. In ihrer Grafik vermerkt die Stadt bei diesem Jahr die Einführung von Hartz IV. Zehn Jahre später, 2015, waren es 13.022 Arbeitslose und 9,9 Prozent. Für 2025 nennt die Stadt 11.665 Arbeitslose und 8,2 Prozent.

Hohe Arbeitslosigkeit kennt Kiel aus seiner Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Werften zum Teil zerstört und die Rüstungsbetriebe demontiert. Das Stadtarchiv nennt 60.000 Arbeitsplätze, die durch Krieg, Demontage und Entmilitarisierung verloren gingen. Ende der 1950er Jahre war die Vollbeschäftigung erreicht. Mit der ersten Ölkrise von 1973 endete diese Zeit, von 1975 an stieg die Zahl der Arbeitslosen wieder.

Stadtteile und Branchen

Für die Stadtteile veröffentlicht die Stadt jedes Quartal Zahlen. Am 30. Juni 2026 wohnten die meisten Arbeitslosen in Gaarden-Ost (1.892), Mettenhof (1.371), Neumühlen-Dietrichsdorf (767) und Elmschenhagen (750). Gemessen an allen Einwohnern von 15 bis 64 Jahren war der Anteil in Gaarden-Ost mit 13,6 Prozent am höchsten und in Düsternbrook mit 2,0 Prozent am niedrigsten.

Marine und Werften haben Kiel groß gemacht, so beschreibt es die Stadt. Von 132.570 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort Kiel (Juni 2025) arbeiteten 15.311 im Gesundheitswesen, 15.078 im verarbeitenden Gewerbe und 15.032 im Handel einschließlich Kfz-Werkstätten. Alle Dienstleistungsbereiche zusammen kamen auf rund 84 Prozent (eigene Rechnung aus der Tabelle der Stadt). Dazu kommen vier Hochschulen mit über 35.000 Studierenden.

Die Zahlen für jeden Monat findest du auf der Regionalseite Kiel der Statistik der Bundesagentur für Arbeit, dort in der Tabelle „Arbeitsmarkt im Überblick“.

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Quellen